Das Anwesen, zu dem ein weitläufiger Garten und ein Park gehören, liegt an der Ostseite des Stadtzentrums von Asolo in einem historisch bedeutsamen Gebiet, direkt unterhalb der Rocca oder Festung.
Das Grundstück wurde 1646 von der venezianischen Adelsfamilie Rubini erworben, und 1691 wurde die Villa von Kardinal Gian Battista Rubini, Bischof von Vicenza und Neffe von Papst Alexander VIII (damals Pietro Ottoboni genannt), errichtet. Die berühmtesten Persönlichkeiten der damaligen Zeit waren in der Villa zu Gast. Dank des Kardinals wurde die Villa als "Il Galero" bekannt, was der Name für die bekannte Kopfbedeckung der Kardinäle ist, die aus einem sehr steifen Hut mit einer gerippten Quaste besteht, die in verschiedenen dekorativen Elementen in der Villa wiedergegeben wurde.
Im Jahr 1700 verließ die Familie Rubini Asolo und die Villa ging schließlich an die Familien Braga, Bragadin und Moretti über. Im Jahr 1870 wurde das Anwesen an Carlo Naya verkauft, der es im 20. Jahrhundert an die Familie Fioccone und schließlich an die Familie De Lord Rinaldi, die heutigen Eigentümer, veräußerte.
Die Villa ist mit Dekorationen an den Wänden, Stuck und venezianischem Putz im Stil des Spätbarocks verziert, die alle gut erhalten sind und der Villa ein raffiniertes und elegantes Aussehen verleihen.
Das Familienarchiv ist leider verloren gegangen, und der Name des Künstlers, der die Verzierungen angefertigt hat, bleibt unbekannt. Es ist sicher, dass die Arbeit von einem venezianischen Meister ausgeführt wurde, da die Verzierungen in einer besonderen Technik ausgeführt wurden, die bestimmte Linien und Verzierungen im Einklang mit dem damaligen Stil ermöglicht.
Die Feinheit der handwerklichen Ausführung zeigt sich vor allem in der Drapierung der Verzierungen und in den im Flachrelief geprägten Figuren. Wie bereits in der Renaissance angenommen, sind zwei Deutungsebenen der Dekorationen möglich: eine rein deskriptive und eine subtilere symbolische. Die Vögel, die zwischen Gesimsen und Pilastern auftauchen und wieder verschwinden - Pfauen und Eulen, Reiher und Spatzen, Falken und Ibisse - scheinen eher in einem obskuren Geheimnis zu fliegen als in der festlichen Eleganz der Dekoration.